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Steuereinnahmen

Wenn die "Wirschaft brummt" entwickeln sich die Steuereinnahmen positiv und die Inflation steigt um ca 2,15 Prozent im langjährigen Durschnitt ( 1990 - 2011). Die Gewerkschaften fordern ihren gerechten Anteil an der Steigerung der Produktivität. So haben sich die Löhne im Bereich der IG Metall von 1990 bis 2011 um ca. 97 % erhöht. Rechnet man die Verkürzung der Arbeitszeit mit ein, wurden die Löhne sogar um 121 % erhöht. Die Steuereinnahmen des Freistaats Bayern erhöhten sich im gleichen Zeitraum von ca. 17,59 Milliarden Euro auf ca. 33,62 Milliarden Euro; sie erhöhten sich also um ca. 91 Prozent. Das Gehalt der Bayerischen Beamten stieg im Vergleichszeitraum ebenso. Es stieg um 40 % (mit Berücksichtigung der Arbeitszeitverlängerung) bzw. um 53 % ohne Berücksichtigung der Arbeitszeitverlängerung.
Die Steuereinnahmen des Freistaats Bayern konnten also mit den Tariferhöhungen vieler Löhne mithalten. Bei den eigenen Mitarbeitern (Beamten) ist von diesen Mehreinnahmen allerdings nur wenig angekommen. Wie immer mit den gleichen Begründungen:
- In schlechten Zeiten muss man sparen.
- In guten Zeiten muss man Rücklagen schaffen.
- In guten Zeiten muss man Schulden zurückzahlen.

Für angemessene Gehaltssteigerungen gibt es also keine guten Zeiten!

Die "Beamten" müssen ihren Anteil an der Konsolidierung des Staatshaushalts leisten - richtig!
Aber wenn in allen Tarifbereichen Reallohnsteigerungen verwirklicht werden (IG Metall von 1990/2011 74% / 50 %) und  die Steuereinnahmen real um 44 % steigen, dann müssen auch Beamte ihren Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erhalten (Beamte 1990/2011  -7 % / 6 %).

Auch Beamte tragen zur positiven Gesamtentwicklung bei, durch
- hochqualifizierte Arbeit
- längere Arbeitszeiten
- Personalabbau in fast allen Bereichen (Ausnahme: Ministerien)
- Verzicht auf Streikrecht
- unbezahlte Überstunden
- hohe Zugangsqualifikationen und Auswahlverfahren

eingestellt am 19.05.2012