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Schulden ohne Ende


Ich leihe jemandem Geld, obwohl ich weiß, dass er das Geld nie wird zurückzahlen können. Wenn er nun - wie nicht anders zu erwarten - das Geld nicht zurückzahlen kann, beklage ich mich lautstark, dass ich ohne das zurückzuzahlende Geld meinen Bankrott erklären muss.

Eilt mir jemand zur Hilfe? NEIN!

Gibt jemand meinem Schuldner Geld, damit er seine Schulden bei mir bezahlen kann? NEIN!

Ersetzt mir jemand einen Teil meines Schadens? NEIN!

Ich werde mir anhören müssen: "Wer so bescheuert ist jemandem Geld zu leihen, der nichts hat und nicht mal Sicherheiten einbringen kann, hat es nicht besser verdient. Geld verleiht man nur, wenn die Möglichkeit besteht, es zurückzubekommen!"
Allerdings bin ich "Privatmann" und von mir wird erwartet, dass ich das "kleine 1*1" des wirtschaftlichen Handelns beherrsche.

Verleihe ich als Großbank Milliarden an z.B. ein Land (möglicherweise Griechenland), obwohl mir bekannt ist, dass dieses Land den Kredit nie wird zurückzahlen können, bekomme ich das Geld zurück, weil ein anderes Land (z.B. Deutschland) die Schulden dieses Landes bezahlen hilft. Mein durch dummes, unwirtschaftliches Handeln verursachtes unternehmerische Risiko wird also von Steuerzahlern, die nichts von diesem verliehenen Geld hatten, ausgeglichen.

Natürlich kann man von mir als "Großbank" auch nicht erwarten, dass ich meine Schuldner überprüfe und richtig einschätze, schließlich arbeiten bei mir auch sehr viele hochbezahlte Finanzfachleute.

Bekomme ich als Großbank doch nicht das ganze Geld sondern nur einen Teil (z.B. 50 % oder 80 %) davon zurück, kann ich immer noch die Kredite für die Personen verteuern, die durch ihre Steuern die 50 oder 80 Prozent finanziert haben.

Diese Steuerzahler zahlen in jedem Fall drauf - durch hohe Kreditzinsen, lange Arbeitszeiten, geringe Lohnerhöhung, hohe Lohnnebenkosten und Steuersätze, die jede Lohnerhöhung real zu Null machen!

Danke!

Bin ja selber schuld - hätte Finanzmanager werden sollen - dann würde ich für Dummheit super bezahlt!