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Ohne Abschluss

Buchloer Zeitung vom 14.07.2015: "Am niedrigsten ist die Abrecherquote in Bayern .. mit jeweils 4,4 Prozent.....Die Caritas fordert als Konsequenz bundesweit einen Ausbau der Schulsozialarbeit, um die Abbrecherzahlen zu senken."
Super - die Bayern haben mit die wenigsten Schulabgänger ohne Abschluss. Hierfür könnten folgende Gründe genannt werden:
  • Durchfallen ist in der Mittelschule erst bei einem Durchschnitt schlechter als 4,0 oder vier Fünfern bzw. 2 Sechsern möglich.
  • Mit 14 % Prüfungsleistung (QA) hat man die Note 5, mit 32 % die Note 4  und mit 51 % bereits die Note 3 erreicht.
  • Eine 1 in Religion gleicht eine 6 in Mathematik aus.
Wie kommt es zu überhaupt zu Schulabgängern ohne Abschluss?
  • Falsche Schulwahlentscheidung?
  • Zu wenig gelernt?
  • Keine Hausaufgaben gemacht?
  • Desinteresse der Eltern?
  • Erziehungsdefizite?
  • Gesundheitliche Probleme?
Muss jeder einen Schulabschluss bekommen? JA - meinen viele Politiker, Eltern und Journalisten.
Warum eigentlich? Ein Schulabschluss setzt eine gewisse intellektuelle Leistungsfähigkeit, Fleiß und Verhalten voraus. Werden diese Grundanforderungen nicht erbracht, gibt es keinen Schulabschluss! Die Anforderungen für den Schulabschluss noch weiter herabzusetzen (was meiner Meinung nach kaum möglich ist) bedeutet, diesen Abschluss komplett zu entwerten - wenn man den Mittelschulabschluss für Anwesenheit bekommt, ist jegliche Aussagekraft für den späteren beruflichen Werdegang weg. Außerdem werden dann auch die Abschlüsse der Schüler, die für einen guten Mittelschulabschluss lernen und arbeiten, entwertet.
Zusatz:
Was ändert der Einsatz der Schulsozialarbeit an den oben genannten möglichen Ursachen? Kann es sein, dass die Caritas als möglicher Träger schulischer Sozialarbeit hier finanzielle Interessen hat?


Eingestellt: 14.07.2015