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Kinderfreundlichkeit

Kinderfreundlichkeit - das Zauberwort! Eine Gesellschaft, jedes Bundesland und jede Kommune muss kinderfreundlich sein. Kinderfreundlichkeit als das Maß aller Dinge.
Kinderfreundlichkeit ist total überbewertet!
Menschenfreundlich muss eine Gesellschaft sein!
In einer Gesellschaft muss es zu einem Ausgleich der Interessen aller Menschen kommen und dabei dürfen die Interessen einzelner Gruppen nicht auf dem Rücken anderer verwirklicht werden.
Beispiel Kinderfreundlichkeit:
  • Ganztagesbetreuung ab Ende des Mutterschutzes, ganztags und umsonst - so wird zurzeit Kinderfreundlichkeit in der Buchloer Presse gefordert. Dient eine Ganztagsbetreuung den Interessen des Kindes, der Eltern oder der Betriebe?
  • Lärm von Kindern ist immer zumutbar. Nein! Lärm meiner Kinder und der Kinder meiner Nachbarn ist zumutbar, weil er so zum Leben gehört. Lärmende Kinder, die von ihren Eltern wegen des Lärms zwei Straßen weiter geschickt werden, will ich genauso wenig tolerieren wie ihre Eltern. Auch die Art des Lärms - "normales Fußballerschreien" oder Schreien um des Lärms willen macht einen Unterschied. Rücksichtnahme muss man auch selber erlernen und nicht nur von anderen einfordern.
  • Die Kinderfreundlichkeit einer Stadt zeigt sich in einer Vielzahl von Angeboten - Kita, Kiga, Schulen, Vereine - aber nicht in der Kostenfreiheit aller Angebote. Jeder zahlt, was er isst - das gilt nicht nur im Restaurant, denn jeder entscheidet selber was er bestellt oder ob und wieviele Kinder erzeugt werden.
  • Kinderfreundlichkeit als höchstes Gut benachteiligt andere Menschen. Die Kriterien der meisten Einheimischenmodelle zur Bauplatzvergabe privilegieren Ehepaare mit Kindern, i.d.R. ohne auf eine finanzielle Bedürftigkeit einzugehen. Einen bezahlbare Bauplatz von einer Kommune zu erwerben, ist für Alleinlebende oder Paare durch die Vergabeverfahren meist ausgeschlossen. Hier wird unterstellt, dass alle nicht "Kinderhabenden" Doppelspitzenverdiener sind, welche sich Grundstücke auf dem freien Markt erwerben können.
Solange in Deutschland eine Leben ohne Kinder erlaubt ist, müssen auch kinderlose Menschen gesellschaftlich postiv teilhaben dürfen und nicht nur an den Kosten für Kinder (Kindergeld, Kita, Kiga, Schulen, ...) beteiligt werden. Kinder sind ein Teil der Gesellschaft, aber die Interessen der Kinder (haben Kinder Interessen oder werden sie für Interessen benutzt?) sind nicht wichtiger als die Interessen aller anderen gesellschaftlichen Gruppen!

eingestellt 10.03.2015