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Energiewende


Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach sich für einen maßvollen Ausbau der erneuerbaren Energien aus. Noch sei nicht klar, wie hoch die Erhöhung der Umlage ausfalle, aber sie werde kommen, sagte Merkel am Mittwochabend bei einer CDU-Regionalkonferenz in Fulda. „Wenn man die Energiewende will, geht es nicht ohne jede Preisveränderung“. Dies spreche „für einen regulierten und maßvollen Ausbau der erneuerbaren Energien“.  
Quelle: www.focus.de 11.10.2012


Die Energiewende, von der Kanzlerin herbeigeredet, von den Umweltministern bestätigt und von den Bürgern und nicht lobbygestärkten Unternehmen bezahlt.
Energiewende was ist das überhaupt?
Erklärung nach Wikipedia: "Als Energiewende wird die Realisierung einer Nachhaltigen Energieversorgung in den Sektoren Strom, Wärme und Mobilität mit Erneuerbaren Energien bezeichnet." Genau so setzt die Regierung das auch um. Da die Kosten nicht über die öffentlichen Haushalte gedeckt werden müssen, wird die Energieerzeugung "gnadenlos", ohne wirtschaftliche Vernunft oder Effizienzberechnung umgestellt. Wer viel Energie verbraucht wird in diesem System belohnt, wer wenig Strom verbraucht, wird durch hohe Kosten bestraft.
Ein großer Haushalt oder eine kleiner Betrieb, der relativ viel Strom verbraucht, bekommt einen günstigeren Strompreis als ein vergleichbarer Haushalt/Betrieb der alle seine "Stromfresser" gegen energiesparende Geräte ausgetauscht hat. Wenn der Verbrauch sinkt, steigt der Preis pro Kilowattstunde Strom. Es gibt also kaum einen Anreiz zum Stromsparen. Der Bundesumweltminister will zum Ausgleich für die steigenden Strompreise Energieberatung subventionieren. Besonders finanziell schwachen Haushalten/Betrieben wird dies nichts nützen, da sie weder die Mittel für einen Geräteaustausch noch für die höheren Preise aufbringen dürften.
Nötig ist ein radikaler, gesetzlich vorgeschriebener, monetärer Anreiz zum Energiesparen. Ein Model könnten gestaffelte Preise sein, die einen Anreiz zum Stromsparen bieten.
KWH Preis pro KWH (ohne MwSt./Ct.)
bis 1000 20
bis 2000 23
bis 3000 26
bis 4000 29
bis 5000 32
bis 10000 35
über 10000 38
Wer bei einer ansteigenden Preisstaffel in neue Geräte investiert, wird belohnt und nicht bestraft. Zurückgehende Steuereinnahmen würden durch die immer noch sehr hohen Geräteneupreise mehr als aufgefangen. Die Energiekonzerne könnten die vielleicht zurückgehenden Einnahmen, nach Jahren mit Rekordgewinnen, leicht durch höhere Effizienz ausgleichen. Durch attraktives Energiesparen kann sehr viel schneller ein höherer Anteil an regenerativen Energien erreicht werden, da die nötige Gesamtenergiemenge zurückgeht bzw. stagniert.
Das Standardgegenargument ist natürlich der Abbau von Arbeitsplätzen und das Abwandern der Betriebe in Länder mit billiger Energie. Ein Unternehmen braucht Energie, aber noch viel mehr gut ausgebildete Arbeitskräfte und einen stabilen und verlässlichen Rechtsstaat mit sozialer Gerechtigkeit um sichere Planungsgrundlagen zu haben.
Der Anreiz auch großindustriell energiesparende Techniken und Geräte zu entwickeln wird mittel- und langfristig zu einem Wachstumsfaktor werden. Diese Technologie lässt sich aber nur verkaufen, wenn sie im eigenen Land erfolgreich und wirrtschaftlich umgesetzt wird. Also sichern (für Betriebe in der Menge nach oben angepasste) Stromtarife nach obigem Beispiel auch Arbeitsplätze in Deutschland.
  
eingestellt 11.10.2012