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Ehe

Was ist das - die Ehe?
  • Laut Wikipedia ist die Ehe eine durch Naturrecht, Gesellschaftsrecht und Religionslehren begründete und anerkannte, zumeist gesetzlich oder rituell geregelte, gefestigte Form einer Verbindung zweier Menschen. Die Partner werden bezeichnet als Ehepaar, Ehepartner, Eheleute oder Ehegatten.
  • Artikel 6 (1) des Grundgesetzes stellt Ehe und Familie unter den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung.
  • Bei der kirchlichen Trauung verprechen sich die Eheleute "Liebe und Treue". (Versprichst du, Liebe und Treue zu halten in guten und schlechten Tagen, in Gesundheit und Krankheit, und zu lieben und zu ehren, bis der Tod euch scheidet?)

Wenn man den christlichen Kommentatoren und Politikern glaubt, wird die jetzt beschlossene "Ehe für alle" den Anforderungen an eine wirkliche Ehe nicht gerecht, da dies eine Verbindung von Mann und Frau, mit dem Ziel der Erzeugung von Kindern, sei.
Vom Eheziel "Kinder" ist weder im kirchlichen Ehegelöbnis, noch im Grundgesetz oder in der wissenschaftlichen Betrachtung die Rede.
Angela Merkel (gegen die "Ehe für alle") heiratete 1998, mit 44 Jahren, zum zweiten Mal. Ein Eheziel "Kinder" ist in diesem Alter schon nicht mehr wahrscheinlich. Führt Angela Merkel also im konservativen Sinn eine Scheinehe?
Die AfD (gegen die "Ehe für alle") wird angeführt von einer geschiedenen Frau, mit vier Kindern aus erster Ehe, und einer lesbischen Frau, welche mit ihrer Partnerin und zwei Söhnen in der Schweiz lebt. Beide leben den dirketen Gegenentwurf zu ihren politischen Forderungen.
Ein bayerischer Ministerpräsident (gegen die "Ehe für alle"), ein echter Bewahrer konservativer Werte, ist verheiratet, hat mit seiner Ehefrau Kinder und ein jüngeres Kind mit einer anderen Frau.
Wer das "Eheziel" Kinder ernst meint, muss Frauen über 50 Jahren die erneute Heirat verbieten. Paare, welche nach einer gewissen Ehezeit keine Kinder haben, müssen zwangsgeschieden werden, da sie offensichtlich nicht bereit sind, die Ehe ordentlich zu vollziehen.

Aber

betrachtet man die Ehe als Versprechen der Liebe, Treue und Fürsorge - alles so gut man es eben schafft - dann sind die obigen Beispiele obsolet (diese Wort macht seit Trump Karriere) und die Ehe ist unabhängig vom Kinderwunsch oder der Fähigkeit Kinder zu bekommen.

Die (Schein)Heiligkeit der Ehe kann man auch aus ca. 180000 Scheidung pro Jahr in Deutschland ableiten - so gut man es eben hinbekommt und wenn es nicht mehr geht, wäre es oft besser auseinanderzugehen, solange man noch miteinander sprechen kann (der vielleicht vorhanden Kinder zuliebe).

"Ehe für alle"
  • ist nicht ansteckend.
  • ist keine Pflicht.
  • ist keine Homosexualisierung der Gesellschaft.
  • ist nicht schlecht für Kinder ("Liebe" ist geschlechtsunabhängig).
  • macht deren Kinder nicht homosexuell (wo kommen jetzt zur Zeit homosexuellen Menschen her?).
  • nimmt keinem Heteropaar etwas weg.
  • ist nicht unchristlich, da im christlichen Sinne nur Liebe und Treue zählen.
  • zeigt, dass Menschen füreinander Verantwortung übernehmen wollen - geht es eigentlich noch konservativer?


Eingestellt 02.07.2017