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5 Hektar am Tag

Flächenfraß beschränken auf 5 Hektar am Tag in Bayern!
50000 m² am Tag in Bayern - eine rechteckige Fläche von 500 m * 100 m.
Wie soll diese Fläche auf die Kommunen aufgeteilt werden?
Bayern hat 70.550 km², das sind 70550000000 m².
Buchloe hat eine Fläche von 36160000 m².
Werden die 50000 m² "Verbrauchsfläche" pro Tag proportional zur Gemeindegröße aufgeteilt, dürfte Buchloe (ca. 13000 Einwohner) pro Tag 25,6 m², im Jahr 9354 m² Fläche neu versiegeln. Für das zur Zeit aktuelle Neubaugebiet (Kindergarten Süd) hätte siebeneinhalb Jahre kein einziger Quadratmeter Fläche verbraucht werden dürfen (kein Neubaugebiet Ost, keine sonstige neue Bebauung, für neue Bauten müssten alte weichen).
Jengen (ca. 2400 Einwohner) käme bei dieser Berechnung auf 8730 m² pro Jahr.
Grafenwöhr (ca. 6500 Einwohner, Oberpfalz) dürfte 55927 m² neu pro Jahr verbrauchen und München (1450000 Einwohner) wäre mit 80295 m² dabei.
Diese Flächenverteilung machte also keinen Sinn, weil i.d.R. nur dort gebaut werden könnte, wo noch Flächen vorhanden sind, aber dafür der Siedlungsdruck geringer ist bzw. Abwanderung vorherrscht.
Das Volksbegehren "BETONFLUT EINDÄMMEN - Damit Bayern Heimat bleibt - Das Volksbegehren gegen
den Flächenfraß" mag ideologisch gut gemeint sein, lässt aber die zukünftige Flächenverteilung im Dunklen. Flächenfraß beschränken, aber Obergrenzen (Liebling vieler bayerischer Politiker aller Parteien) ohne sinnvolle Vorschläge zum zukünftigen Flächenverbrauch helfen weder der Natur noch den Menschen.
Flächenverbrauch beschränken durch gesetzliche Höchstgrenzen für die Größe von Baugrundstücken? 400 m² für ein Einfamilienhaus? 500 m² für ein Zweifamilienhaus? Mindestens 50% der Bauflächen zwingend für Wohnungsbau vorschreiben? So könnte jede bayerische Staatsregierung nachhaltig regieren und sofort etwas, ohne neue Verteilungskämpfe, bewirken.


Eingestellt: 27.01.2018