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Gesundheit


Zwei-Klassen-Medizin, Behandlungsfreiheit, Gewinnmaximierung, Abzocke, .... kaum ein gutes Wort findet sich in der Öffentlichkeit über das teuerste Modell der Gesundheits-/Krankheitsfinanzierung in Europa. Wenn alle benachteiligt werden (Patienten, Ärzte, Apotheker, Krankenschwestern, Versicherungen, ....), die Versorgung gefühlt schlechter wird und die Kosten explodieren, muss etwas geändert werden.

Die Gesundheitsvorsorge bzw. Krankenfürsorge gehört zur staatlichen Grundversorgung, ähnlich wie die Polizei oder Schulen. Niemand erwartet, dass Polizei und Schulen Gewinn machen. Also müssen in Zukunft Krankenhäuser auch keinen Gewinn mehr machen. Aber es werden nur Krankenhäuser erhalten, deren Weiterfinanzierung medizinisch und organisatorisch Sinn macht. Also Schluss mit wahltaktisch erhaltenen Krankenhäusern und Krankenhäusern, die medizinisch sinnlose Operationen durchführen um Kostendeckung zu erreichen, dabei aber das Patientenwohl in den Hintergrund schieben.

Abschaffung der kassenärztlichen Vereinigungen. Komplette Niederlassungsfreiheit für Ärzte als freie Unternehmer (wer schlechte Leistung bringt, wird vom Markt verdrängt). Ein Arzt ist nicht per se ein guter Arzt. Es gibt gute und schlechte Ärzte - aber jetzt gibt es einen Bestandsschutz auch für die schlechten! Im Rahmen der medizinischen Grundversorgung rechnet jeder Arzt direkt mit dem zentralen Gesundheitsversicherer ab (da alle Praxen digital geführt werden, ist hier kein erhöhter Aufwand zu erwarten; es werden nur die Kosten für die kassenärztlichen Vereinigungen gespart). Alle abgerechneten Leistungen werden mit einem Zeitfaktor und einer Personalnummer (wer hat die Leistung durchgeführt - Arzt oder ArzthelferIn) versehen - damit wird Abrechnungsbetrug weitgehend vermieden und die Ärzte bekommen durch entsprechende Honorarsätze eine angemessene Bezahlung.

In der Grundversorgung darf nur im Rahmen der evidenzbasierten Medizin behandelt und abgerechnet werden. Nur Behandlungen mit nachgewiesener Wirksamkeit sind zulässig. Bezahlung nur bei Wirksamkeit der Behandlung bzw. Diagnose und Behandlung im Rahmen der evidenzbasierten Medizin. Niemand zahlt die Rechnung bei der Autoreparatur, wenn das Auto bei Abholung immer noch defekt ist. Wer "Exotenmedizin" bzw. zusätzliche Angebote haben will, muss diese selbst bezahlen. Dies wird dann das Betätigungsfeld der jetzigen privaten Krankenversicherer.

Schaffung eines freien Marktes im Bereich der Medikamente. Keine Festpreise für Medikamente. Ein in Deutschland hergestelltes Medikament muss in Deutschland zum gleichen günstigen Preis zu kaufen sein wie im Ausland. Dies wird dem Gesundheitsversicherer viel Geld sparen. Zusätzlich wird der Wettbewerb bei den Apothekern zu noch besseren Preisen führen. Einführung neuer Medikamente nur bei Nachweis einer neuen bzw. verbesserten Wirkungsweise - die Unschädlichkeit eines Medikaments nachzuweisen ist zu wenig.

Aufwertung aller ambulanten und mobilen Gesundheits- und Pflegedienste, weil hier im Regelfall bei reduzierten Kosten eine bessere Patientenzufriedenheit festzustellen ist.