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Spielstraße

Totschlagargument  - "Zum Schutz der Kinder" - dagegen kann / darf man nichts sagen, ohne als Unmensch zu gelten.
"Wir bauen uns ein Haus, damit die Kinder ein eigenes Zimmer und einen Garten zum Spielen bekommen"
So oder so ähnlich denken viele Buchloer und Zuzügler. Spätestens nach der Baufertigstellung und der Gartenbegrünung genügt dieser Platz aber nicht mehr für den kostbaren Nachwuchs - dann muss eine Spielstraße her, damit die Kleinen auch wirklich sofort lernen, dass Autos warten. Im Fischerweg - keine Spielstraße - sind manche Kinder schon so ans Straßenspiel gewöhnt, dass man als Autofahrer in der Tempo 30 - Zone die Kinder zum Räumen der Straße auffodern muss.
Zum Schutz der Kinder - Kinder sollten dazu erzogen werden die Straße als Verkehrsraum für Fahrzeuge aller Art anzuerkennen.
In Gebieten mit stark verdichteter Bebauung (Hochhäuser) und engen Wohnverhältnissen, besonders für Kinder, fordert kaum jemand Spielstraßen. Dieser erhöhte Spielplatzstraßenbedarf scheint eher ein Wunsch der bürgerlichen Mitte zu sein - vielleicht damit der angelegte Garten nicht bespielt und das Katalogkinderzimmer nicht verwüstet wird.

Übrigens: Am schnellsten fahren in den Tempo 30 - Zonen meist die AnwohnerInnen, besonders wenn die Kinder aus- oder heimgefahren werden.

Eingestellt am 26.10.2014