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Schwimmen


Anfang Juni - das Wetter ist gut - Schwimmbad und See sind angesagt - passend dazu die Meldung: "Mindestens jeder zweite Grundschüler ist kein sicherer Schwimmer! Kinder können keine Schwimmkurse besuchen, weil Schwimmbäder geschlossen werden. Jede vierte Grundschule hat keinen Zugang zu einem Bad."
Und wer ist schuld daran? Laut Berichterstattung sind es die Politik und die Politiker, welche Schwimmbäder zumachen!
Nicht verantwortlich für Nicht-schwimmende-Kinder sind scheinbar die Eltern. Vor einigen Jahren bzw. Jahrzehnten hatten Eltern noch Aufgaben, welche nicht Andere übernehmen sollten / mussten. Eine davon war, den eigenen Kindern das Schwimmen beizubringen.
Natürlich ist es anstrengend, den eigenen Kindern das Schwimmen beizubringen und es ist fast schon eine Zumutung, Eltern den Transport der Kinder zum Schwimmkurs zuzumuten. Dieser Weg ist der eine Weg zuviel - nachdem die Kinder schon jeden anderen Weg gefahren werden. Ist doch toll, wenn man die Grundschule bzw. die Grundschullehrerin dafür verantwortlich machen kann, dass sie mit vierundzwanzig Schülern nicht das gleiche im Schwimmbad leistet, was einem selber mit einem Kind zuviel ist.

In Buchloe haben wir zwei Schwimmbäder, von denen eines gerade für viel Geld saniert wird und das andere wohl in den nächsten Jahren zur Sanierung ansteht. Eigentlich müssten bei diesen Voraussetzungen alle Kinder gut schwimmen können. Tun sie aber nicht! In jeder bisher von mir unterrichteten Jahrgangstufe (6. - 9. Klasse) waren Schüler, welche nicht bzw. nicht sicher schwimmen konnten.
Im Freibad ist zu beobachten, dass Kinder alleine ins Schwimmbad und ins Wasser dürfen, welche kaum einmal quer (~ 10 Meter) durch das große Becken kommen (schwimmen kann man zu diesem "Überwasserhalten" nicht sagen). Ist es den Eltern dieser Kinder egal, ob ihre Nachkommen ersaufen?
Schwimmen lernen ist kein Funsport. Es ist für Eltern und Kinder zum Teil frustrierend und anstrengend, aber es ist lebensnotwendig!



Eingestellt: 16.06.2017