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Kindergartengebühren

Eltern werden zu stark belastet - so lautet ein Argument gegen die Anpassung der Gebühren. Gebühren sollten zur Kostendeckung von den Verursachern der Aufwendungen erhoben werden. Demnach müsste zukünftig das ganze Defizit (ungefähr 880000 €) von den Eltern getragen werden. Die geplante Defizitübernahme von 25 Prozent durch die Stadt entlastet die Eltern um ca. 220000 Euro. Zusätzlich wird für Geschwisterkinder weiter ein Nachlass gewährt werden und das letzte Kindergartenjahr wird durch Zuschüsse des Freistaats Bayern für viele Kinder kostenfrei sein.
Die guten Leistungen der Buchloer Kinderbetreuungseinrichtungen dürfen auch etwas kosten:
  • bessere Personalschlüssel als vorgeschrieben nützen den Kindern
  • zwei statt drei Betreuer in den Krippengruppen
  • nur qualifiziertes Personal
  • Engagement in der Ausbildung des Berufsnachwuchses
  • lange Öffnungszeiten
184 € Kindergeld für das erste und zweite Kind, 190 € für das dritte und 215 € ab dem vierten Kind pro Monat. Ein Teil diese Geldes darf für die Fremdbetreuung der eigenen Kinder aufgewendet werden. Die durch die Fremdbetreuung "kinderfreie" Zeit wird häufig zur Erzielung eines Zusatzeinkommens verwendet und die dabei erzielten Stundenlöhne liegen deutlich höher als der Betreuungssatz (85 Ct/Stunde Kindergarten bzw. 2,12 €/Stunde Kinderkrippe) für die Kinder. Daher kann nicht davon gesprochen werden, Arbeit würde sich dann nicht mehr rentieren.
Kinder sind zuallererst die "Privatsache" ihrer Eltern und für die Betreuung der Kinder sollte genauso bezahlt werden, wie für den Urlaub, das neue Auto oder das Smartphone samt Flatrate für die größeren Kinder. Niemand käme auf die Idee, hierfür eine Kostenerstattung zu fordern.
Mich erstaunt ein Anspruchsdenken, das in der Forderung gipfelt, die Kommune müsste die Regelung und Finanzierung privater Lebensentwürfe bezahlen.
Ich stehe zur Erhöhung und zukünftigen automatischen jährlichen Anpassung der Kindergartengebühren!

eingestellt 10.02.2015

Nachtrag: 05.03.2015
Die Kindergartengebühren sind nicht familienfreundlich, weil das 3. Kind nicht beitragsfrei sein soll! Diesen Vorwurf durfte ich mir nach dem Stadtratsbeschluss mehrmals direkt und indirekt anhören. Das älteste Kind wird vom Freistaat Bayern mit 100 € subventioniert, für das 2. Kind gibt es 50 € Ermässigung und das 3. Kind soll kostenfrei sein - so die Forderung. Für die Standardbucher hätte das bedeutet, dass Eltern mit einem Kind den vollen Beitrag zahlen, Eltern mit 3 Kinder unter Umständen aber nur einen halben Beitrag zu zahlen haben.  

Nachtrag 13.04.2015 - Radiobeitrag Bayern 1 über zu hohe Verpflegungskosten.
Diese Preiserhöhung ist eine Unverschämtheit. Wo kommen wir den hin, wenn man für das Essen seiner Kinder auch noch die entstehenden Kosten selber tragen müsste - da könnt man ja gleich selber kochen, abspülen, aufräumen und die Kinder während des Essens beaufsichtigen.
Schlimm genug, dass man das Frühstück und das Abendessen sowie die Kleider, Fahrräder, Spielzeuge und Smartphones seiner Kinder immer noch selbst bezahlen muss. Selbst die anteilige Miete für das Kinderzimmer wird von niemand anderem bezahlt - warum eigentlich?
Wenn beide Elternteile arbeiten gehen (müssen oder wollen), dann sollten Ihnen auch beide Einkommen zur privaten Verfügung stehen und die Kosten für die Kinder so weit wie möglich von der Allgemeinheit übernommen werden, so können alle Steuerzahler an den Kosten für die Kinder (über den in jedem Fall anfallenden Anteil zum Bau und Betrieb der Kinderbetreuungseinrichtungen hinaus) und zum Lebensstandard der Eltern beitragen.